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Mein Vater, der sehr viel Zeit seiner Jugend in Kinderheimen verbrachte, drohte mir immer wieder damit, mich ebenfalls in ein Kinderheim zu stecken. Wie er sich auszudrücken beliebte. So entschloss ich mich diesen Drohungen ein Ende zu bereiten und bat meine Mutter sie möge dafür sorgen, dass ich in ein Kinderheim komme. Nach meiner ersten “heiligen” Kommunion, ich war im zehnten Lebensjahr, kam ich, wie gewünscht, für ein Schuljahr in das katholische Jungeninternat “Don Bosco” nach Bendorf /Sayn bei Koblenz. In dieser Zeit reifte bei mir der Wunsch Missionar zu werden, um den “armen Heidenkindern” die christliche Botschaft zu verkünden. Von diesem Schwachsinn war ich zu dieser Zeit jedenfalls überzeugt. Bei einem Gespräch zwischen der Heimleitung, meinen Eltern und mir ging es dann um den weiteren Ausbildungsweg zum Missionar. Hierbei wurde mir auf meine Frage, ob ich, um Missionar zu werden, ausschließlich katholische Schulen besuchen müsste mit einem klaren “Ja “ geantwortet. Damit war für mich “die Sache” gestorben und ich traf die Entscheidung meinen eigenen Weg des Lebens zu suchen. Weil mir bewusst war, dass wenn ich eine katholische Schule betreten würde, ich bei der Entlassung nicht nur nicht mehr der gleiche Mensch, sondern aufgrund gedanklicher Fehlimpfungen ich einfach nicht mehr ich wäre.
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