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Als Kleinkind, also bis etwa zum 5. Lebensjahr, lebte ich bei meinen Großeltern. Mein Großvater arbeitete zu dieser Zeit in einer Firma die Heiligenfiguren herstellte.
Meine Großmutter, die eigentlich Nonne werden wollte, war also eine sehr religiöse Katholikin. So war es für sie eine Selbstverständlichkeit an der Beichte, dem Abendmahl, den Sonntagsmessen und allen anderen religiösen Festen und Verbindlichkeiten teilzunehmen.
Ebenso selbstverständlich waren daher auch die regelmäßigen Besuche der Pfarrschwester bei meiner Großmutter.
Bei einem dieser Besuche fragte mich die Pfarrschwester und zeigte dabei auf das Kreuz über der Tür: “Sag mal Hansdieterchen, weißt du denn schon wer das liebe Herrgöttchen ans Kreuz geschlagen hat?” Da ich ja wusste, wo mein Großvater arbeitete und ich ebenfalls wusste, dass er dieses Kreuz über der Tür selbst hergestellt hatte, antwortete ich wahrheitsgemäß: “Ja, mein Opa.”
Dass die Nonne mir eigentlich sagen wollte, dass es die “bösen Juden” waren, habe ich erst später verstanden, als ich anfing mich von Lehre, Erziehung und Gesellschaft abzunabeln, um objektivere Werte, Instrumente, Landmarken und Sterne der Wahrheits- und Selbstfindung zu suchen, welche ich mit meiner philosophischen Erkenntnis über die binäre Grundlage allen Seins, dem “Binismus”, auch gefunden habe.
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